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Die Stabochsprunggruppe in Nizza war 2018 sehr zahlreich

Bereits seit vielen Jahren trifft sich in Teil des deutschen Stabhochsprung-Nachwuchs in der Osterzeit in St-Laurent-du-Var bei Nizza zur Saisonvorbereitung im  Trainingslager. In diesem Jahr war auch der Nachwuchskader des DLV durch die Disziplintrainer Stabhochsprung geladen. Aus Potsdam machten sich  am Osterwochenende Leni, Moana, Anjuli, Fabio und Ole mit ihrem Trainer Toralf Neumann sowie ihren Stäben auf die zweitägige Anreise. Nach einem Zwischenaufenthalt an den Rheinfällen in Schaffhausen grüßte die Sonne und das blaue Mittelmeer. An den acht Trainingstagen vor Ort standen die ersten Stabsprünge aus Wettkampfanlauf im Stadion auf dem Plan. Nebenher gab es viele Anregungen von den Trainerkollegen vor Ort

Bundestrainer Stefan Ritter (2. von rechts) hat als Gründungsmitglied der SCP-Stabies die Entwicklung des Potsdamer Stabhochsprungs bereits aus mehreren Perspektiven maßgeblich mitbestimmt.

Bereits ins 19. Jahr geht die <<Trainingsgruppen-Chronik>>  der SCP-Stabies in diesem Jahr. Noch im letzten Jahrtausend – 1999 – wurde die erste Stabhochsprung-TG nach der politischen Wende im Luftschiffhafen gegründet. Als aktiver Stahochspringer dabei war der heutige Stabhochsprung-Bundestrainer der Frauen Stefan Ritter. Bereits 2002 gab es die erste Bundeskaderberufung – Nadine Sonnabend hatte ihre Bestleistung auf 4,10 Meter gesteigert. 2007 sah dann den ersten SCP-Stabi im Nationaldress – Caroline Hasse wurde 9. bei der JWM U18 in Ostrava. Zwei Jahre später war Carlo Paech gleich Teilnehmer von drei Weltmeisterschaften: Schul-WM in Tallin (Platz 1), JWM U18 in Brixen und Volunteer bei den Weltmeisterschaften in Berlin. Dabei sprang er in Brixen zu Silber und somit zur ersten internationalen Medaille unserer TG. Acht Jahre später konnte Leni Freyja Wildgrube diesen Silber-Erfolg in Nairobi wiederholen.

Im 10. Jahr wurde dann die Hallensaison 2009/10 ein weiterer Höhepunkt für die SCP-Stabies. Carlo sprang im Dezember die noch heute gültige Deutsche U18- Hallenbestleistung mit 5,33 Metern. Keine zwei Monate später zog Caroline in der U20 nach, indem sie beim heimischen Stern-Center-Springen 4,35 Meter überquerte und sich in der Woche danach in Halle/Saale in einer heiß umkämpften Meisterschaft mit 4,40 Metern Sieg und Rekord holte. Im gleichen Jahr begannen wir mit Hilfe von Stäbehersteller Dietmar Wesp unsere Disziplin auch neben den Sportanlagen voran zu bringen. 2014 zog es dann mit Anjuli Knäsche die erste Nationalkadersportlerin in den Luftschiffhafen. Ihr folgte kurz darauf Annika Roloff, die es in kurzer Zeit zu drei A-Nationalmannschafts-Einsätzen schaffte, darunter die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Auch nach dem Weggang unserer ersten Olympionikin konnten wir uns 2017 durch Friedelinde Petershofen in der A-Nationalmannschaft präsentieren und haben nun mit Anjuli und Friedelinde zwei Springerinnen in aussichtsreicher Position für die Heim-EM 2018 in Berlin.

Doch auch neben dem Stabhochsprung konnten die SCP-Stabies Anschlussleistungen in anderen Disziplinen der Leichtatletik erringen. Anna-Marie Finger, Paula Hasse und Leni Freyja Wildgrube wurden Medaillengewinner im deutschen Hürdennachwuchs, Paula wurde nur durch eine Verletzung an der Teilnahme an den Olympic Youth Games 2014  gehindert. Und 2017 wurden neben dem Stabhochsprung und Hürdensprint auch Sporler im Hochsprung, Dreisprung und Speerwurf in den Nachwuchskader berufen. Wenn es im Juni um Tickets für die EM U18 in Györ geht, wollen Leni (Stab, Hürden), Ole und Fabio (Stab), Jonas (Hoch) und Tjara (Speer) sich erfolgreich der nationalen Konkurrenz stellen.

In den vergangenen 18 Jahren durchliefen immerhin 138 Sportler eine sportliche Ausbildung bei den SCP- Stabies. Bei Deutschen Meisterschaften hieß es bisher 16 x Gold, 23  Silber und 15 x Bronze für unsere Sportler, 17 von ihnen wurden in dieser Zeit in den Bundeskader des DLV berufen.

Seit mehr als 50 Jahren bereiten sich Spitzensportler auch mit außergewöhnlichen Trainingsmitteln (wie hier in der Unterdruckkammer) in Kienbaum auf ihre Höhepunkte vor.

Der DLV hatte an diesem Wochenende seinen Nachwuchskader 2 zu einem <<Talente-Camp>> in das Olympische und Paralympische Trainingszentrum für Deutschland nach Kienbaum geladen.  Mit dabei aus unserer TG waren Tjara im Speerwurf und Jonas im Hochsprung. Auf dem Programm standen wissenschaftlich betreute Leistungstests sowie Trainingseinheiten mit den zuständigen DLV-Nachwuchstrainern. Für die Heimtrainer der jungen Athleten wurden zudem themenbezogene Referate sowie Hospitationen der Trainingseinheiten zur Weiterbidung und gegenseitigen Kontaktaufnahme organisiert. Am Rande ergaben sich viele fach- und sachbezogene Gespräche. Die Heimfahrt nach drei Tagen erfolgte mit vielen neuen Eindrücken und Ideen sowie dem klaren Ziel, Mitte Juni in Schweinfurt für den Kampf um die JEM U18-Tickets bestmöglich vorbereitet zu sein.

… unter diesem Motto konnten Potsdamer Nachwuchsleichtathleten am Mittwoch von unseren Bundeskadern im Luftschiffhafen lernen. Die Veranstaltung, organisiert von der Leichtathletikabteilung des SC Potsdam, begeisterte über 100 sportbegeisterte Kinder. Friedelinde und Stina nutzten die Gelegenheit ihre Lieblingsdisziplin vorzustellen und gaben erste Einblicke in die Handhabung des Stabhochsprungstabes. Am Rande konnten sich die Eltern über die Perspektiven ihrer Kinder in der Leichtathletik informieren und erhielten Informationen über die Möglichkeiten an den Potsdamer Sportschulen.